Was unterscheidet ANTON von anderer Software? Wie unterstützt ANTON?
19. Oktober 2018

New Work: Lisas Erfahrung in einem volldigitalen Unternehmen

ewert GmbH – Lisa

Als ich mich bei der ewert GmbH bewarb, machte ich mir über die Arbeitsweise New Work keine Gedanken. „Es gibt keine Büroräume, wir alle haben Familie, was das Arbeiten im Homeoffice bedeutend einfacher macht, als wenn wir täglich pendeln müssten“ – das waren Svens Worte, als ich beim Vorstellungsgespräch zuhause in seinem Wohnhaus saß. Doch wie integriert ein Team neue Mitarbeiter? Wie findet eine neue Mitarbeiterin nach dem Studium gut ins Berufsleben? Welche Anforderungen sollen Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer mitbringen, damit ein beiderseitig gutes Verhältnis aufgebaut und gehalten werden kann? Ich suchte mir über die Webseite einen Job aus und das Team bewarb sich bei mir. Nach ein paar Monaten Zusammenarbeit schickte ich ihnen diesen Bericht. Ich beschreibe in meinen eigenen Worten wie ich meine erste Zeit mit New Work in einem volldigitalen Unternehmen erlebt habe.

Arbeitsplatz von ANTON

Nur von Zuhause arbeiten? Ganz alleine in den eigenen 4 Wänden? Ohne Kollegen um mich herum? Am eigenen Schreibtisch?

JA! Ich habe das Experiment gewagt und mich nach meinem Bachelor-Studium statt wie üblich bei einem Großkonzern direkt bei einem Startup mit einer zu 100% unüblichen Unternehmenskultur beworben – es war reine Intuition.

Eine neue Unternehmenskultur

Doch vorab ein paar Worte zur Unternehmenskultur, denn so wie bei der ewert GmbH arbeiten wohl die wenigsten fest angestellten Arbeitnehmer. Sven erklärte mir aufgrund meiner Neugier bereits im Vorstellungsgespräch neben dem fachlichen Teil meiner Arbeit auch die Ansätze seiner Mitarbeiterführung. Aufgrund meines Studiums in Betriebspädagogik und meines Selbststudiums zum Thema Unternehmensführung hatte ich zuvor schon viel gelernt und gelesen, doch was Sven mir erklärte und erzählte, war dann doch verblüffend und neu für mich. Zudem klang es teilweise wie eine Traumvorstellung aus einem Roman. Den klassischen Arbeitsvertrag mit Paragraphen kennt wohl jeder – auch ich hatte schon unzählige auf deutschen Arbeitsgesetzen beruhenden und vom Anwalt geprüfte Arbeitsverträge gesehen. Was wohl niemand kennt (zumindest kenne ich noch niemanden, der das kennt) ist das was in meinem Arbeitsvertrag vor den gesetzlich verpflichteten Klauseln steht. Das ist eine Präambel, in der die Arbeitsphilosophie der ewert GmbH erklärt ist. Sie steht dem Arbeitsvertrag vor und gibt ihm „einen Sinn, im Sinne der sich derzeit stark veränderten Arbeitswelt“.

Was bedeutet das jetzt in verständlichem Deutsch? Kurzer Input zur modernen Arbeitsgesellschaft: sie wird komplexer, erfordert mehr Flexibilität und Dynamik und Vernetzung spielt eine bedeutende Rolle. Diese Kriterien sind für die ewert GmbH ausschlaggebend um MA zu finden und zu binden. Doch nicht nur heutige Anforderungen werden beiderseits abgeglichen, ein weiterer Faktor spielt eine sehr große Rolle in der Präambel. Das ist der Wohlfühlfaktor. Beide Seiten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, haben die zentrale Aufgabe an diesem Zustand mitzuwirken.


Die Präambel meines Arbeitsvertrages enthält noch Punkte zum Thema New Work. Der wohl offensichtlichste Aspekt ist das Arbeiten im Homeoffice, im weiteren Sinne ortsungebunden. Voraussetzung ist hier nur ein schneller Internetzugang und das Befinden in einer ähnlichen Zeitzone. Durch ANTON (die Software der ewert GmbH) ist es möglich die Firma von Beginn an zu demokratisieren. So ist jeder Mitarbeiter immer in Kenntnis, was in der Firma passiert. Die zentralen Werte der ewert GmbH sind Mut, Vertrauen und Dynamik: „Mut neue Wege auszuprobieren, neue Wege anzusprechen, zu diskutieren und umzusetzen. Vertrauen in das Team und in die eigene Kompetenz.

Das System ANTON und die offene Kommunikation untereinander fördern die benötigte Dynamik. Dadurch ergibt sich eine enge und verzahnte Zusammenarbeit und Freiräume, die erlauben, neue Ideen auszuprobieren.“

 

Einarbeitung – Theorie und Praxis

Seine Arbeitszeit kann und soll jeder für sich selbst einteilen – abgestimmt auf die eigenen Bedürfnisse. Eine Wertschöpfung für das Unternehmen aber auch das Erreichen eigener Ziele ist nur durch die arbeitsteilige Zusammenarbeit aller Mitarbeiter der ewert GmbH möglich.

So steht es also in meinem Arbeitsvertrag – die Theorie. Doch oft zeigt die Praxis etwas ganz anderes.
We will see!

Am 1. April ging die Reise offiziell los. Zuvor durfte ich beim vierteljährlichen Quartalsmeeting die Crew kennen lernen. Wobei Kennenlernen übertrieben wäre, wenn man sich einmal gesehen hat. Doch das sollte sich bald ändern.

Aber eines nach dem anderen. Wir waren an meinem ersten Arbeitstag. Tja, nun wie sollst Du in einen Arbeitstag starten, der zwar fremdbestimmt und doch selbstbestimmt angegangen werden muss? Definitiv mit mehr Entscheidungen. Mein persönlicher Vorteil als Student: in der vorlesungsfreien Zeit hast Du die gleiche Situation: Du hast Deine Ziele, daraus entstehen ToDos und der Rest liegt in Deiner Verantwortung. Wann stehe ich morgens auf? Wann beginne ich zu arbeiten? Wann mache ich Pause(n)? Wie lange? Wie lange arbeite ich täglich? Wann ist es genug? Was ist genug? Um es kurz zu sagen: mit diesen Fragen bist Du alleine, das darfst Du selbst bestimmen. Tag für Tag. Nach Energielevel, Laune, Bedarf – ganz nach Deinem Rhythmus.

Ich stand also auf. Setzte mich nach dem Frühstück an meinen Schreibtisch, startete meinen Laptop, öffnete Slack (unser Kommunikationstool) und ANTON (unser System). Und wer arbeitet mich jetzt ein? Was mache ich als erstes? Meine Ziele habe ich bereits im Vorstellungsgespräch geklärt, trotzdem stand ich da wie der Ochs vorm Berg. Oh mein Handy klingelt – Sven. Er ist meine Führungskraft und arbeitet mich ein. Und schon ging es los! In den nächsten Tagen durfte ich ANTON kennenlernen und bekam erste Aufgaben, um in mein Gebiet reinzuwachsen. Was toll war, dass sich jeder Mitarbeiter bei mir per Telefon meldete und ich am Ende über jeden Bescheid wusste, was dieser in der Firma macht und wen ich wann ansprechen kann. Trotz Entfernung ging das flotter, als den bekannten Gang durch die Firma, bei dem man am Ende vielleicht noch den Namen von jemandem kennt, aber sich niemals merken konnte, wer für was zuständig ist – egal um welche Firmengröße es sich handelt, es ist einfach zu viel Input auf einmal. Und mit den kleinen Kennenlern- Telefonaten, bei denen ich mir noch Notizen machen konnte, war es super!

Anfangs hatte ich doch Bedenken, mich abgeschottet zu fühlen, nicht zu wissen, was so in der Firma abgeht und mich sehr einsam zu fühlen. Doch ich wurde vom Gegenteil überrascht, denn ANTON sendet jedem Mitarbeiter morgens einen Bericht, indem steht, was gestern in der Firma los war und so bin ich stets informiert.

Das Kommunikationstool Slack steht mir täglich zur Seite, und gerade am Anfang war es sehr hilfreich, wenn ich wegen kleiner Fragen nicht direkt jemanden anrufen oder wie in Unternehmen gängig, jemanden aufsuchen musste, um Antworten auf meine Fragen zu erhalten. Nein, ich konnte bequem der Person schreiben oder wenn ich nicht wusste, wer dafür zuständig ist, schrieb ich einfach meine Frage in den Channel, in dem alle ewert-Mitarbeiter drin sind. Und prompt hatte ich die Antwort auf meine Frage und sollte ich sie vergessen, konnte ich es nachlesen, ohne mir die Blöße geben zu müssen, nochmals zu fragen.

 

Richtiges Zusammenarbeiten und nicht gemeinsam in einem Raum sitzen –
kann das funktionieren?

Nicht nur ich fragte mich das zu Beginn, diese Frage höre ich ständig in meinem Umfeld. Teilweise nachvollziehbar, wenn Du es selbst noch nie ausprobiert hast. Ich kannte es aus dem Studium, wenn wir in den Semesterferien lernen mussten und alle in ihrem Heimatort waren. Dann ging das eben über Skype. Bei der ewert GmbH teilen wir unsere Bildschirme und schauen dann gemeinsam auf einen und verbinden uns sprachlich per Telefon. Bis auf die Mimik können wir so genauso zusammenarbeiten, wie in einem Konferenzraum nebeneinandersitzend. Und das funktioniert! Solche Meetings sind zwar sehr intensiv und mein Kopf rauschte oftmals danach, aber sie sind auch unglaublich produktiv. Um es auf den Punkt zu bringen: viele Bedenken waren nach kurzer Zeit aus dem Weg geräumt und die Zusammenarbeit lief reibungslos. Alleine fühlte ich mich wirklich nur sehr selten.

Was mir eine Zeit lang schwer fiel, war der Umgang mit meinen Aufgaben. Wann sollte ich was erledigt haben? Da ich eine Stelle annahm, in der Verantwortung und Selbstständigkeit an erster Stelle stehen, war es für mich anfangs nicht einfach selbst einschätzen zu können, wann es genug ist und wann ich zufrieden bin. Ich fühlte mich schlichtweg oft einfach nicht produktiv genug. Doch auch für diese Probleme bekam ich Unterstützung von meinem Arbeitgeber. Zum einen durfte ich jederzeit mit meiner Führungskraft über meine Probleme reden, auch wenn ich mir anfangs unsicher war, denn üblich ist das mit Sicherheit nicht. Mir wurde recht schnell bewusst, dass der erwähnte Wohlfühlfaktor in der Praxis wirklich eine hohe Bedeutung hat. Neben Sven (meiner Führungskraft) habe ich aber auch noch einen Mentor an meiner Seite, der mich in meiner persönlichen Entwicklung fördert. Er ist Coach, Führungskräfteentwickler und mein persönlicher Ansprechpartner, wenn ich mentale Unterstützung für die Aufbesserung meines Wohlbefindens in meinem Arbeitsalltag brauche. In meinen ersten 3 Monaten bei der ewert GmbH durfte ich auch ihn kennen lernen und wir haben direkt gemeinsam gearbeitet. Das hat Früchte getragen! Aus dem Gespräch konnte ich bereits so viel mitnehmen, dass ich abends nun mit einem GUTEN Gefühl Feierabend mache. Auch das Thema Druck habe ich gemeinsam mit Chris lösen können. So etwas hatte ich mir persönlich immer gewünscht, wenn ich mal in die Arbeitswelt einsteige. Jedoch dachte ich, das wären utopische Theorien aus Lehrbüchern, von denen ich etwas Abstand nehmen sollte, um nicht enttäuscht zu werden. Doch mir wurde das Gegenteil gezeigt!

Die Eingewöhnungsphase ist immer so eine Sache, gerade wenn jemand so ungeduldig wie ich ist. Anfangs überkam mich die totale Überforderung, die zum Glück jeden Tag stückweise abnahm. Bei neuen Ereignissen jedoch wieder auf mich zurollte. Kurz um: auch daran konnte ich mich dank der Unterstützung von Sven und Chris nach 2 Monaten gewöhnen. Mein Wille hat mich dahin gebracht, wo ich hinwollte und heute stehe. Was ich zum Glück schon wusste: in einem Startup zu arbeiten, bedeutet, dass sich sehr schnell die Richtung ändert, dass Du Dinge tust, die am Ende nicht mehr benötigt oder Pläne über den Haufen geschmissen werden. Warum? Weil das Entwicklung ist. Große Unternehmen ziehen ihre Pläne durch, um meistens am Ende festzustellen, dass das gar nicht so schlau war. „Hätten wir doch mal zwischen zeitlich unsere Strategie überdacht“, kommt dann aus vielen Mündern. Die Arbeitsweise eines Startups ist effektiv, jedoch durchaus mit hoher Anstrengung verbunden. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie er lieber arbeiten möchte. Für mich steht definitiv fest: wenn es anstrengend ist, lohnt es sich!

Ein weiteres Thema, das ich in meinem Umfeld vor Beginn und auch danach oftmals hörte, waren die Bedenken zum Thema Homeoffice. „Wie kannst Du nur Zuhause arbeiten? Das funktioniert? Ich will das nicht, ich will abschalten, die Arbeit hinter mir lassen“ und weitere solche Sätze waren in jedem Gespräch dabei, als ich erzählte, wo und wie ich jetzt arbeite. Meine Gedanken dazu: „Warum wollen die Leute immer etwas hinter sich lassen? Macht sie ihre Arbeit so unglücklich?“. Für mich steht fest, dass solange meine Arbeit mich erfüllt, sie meinen Werten und Existenzgründen entspricht – dann gehört sie zu meinem Leben und da muss nichts getrennt werden. Es ist keine Zeit, die ich im Urlaub am liebsten vergessen möchte oder die mir das Gefühl gibt, abschalten zu müssen.

Arbeitsplatz von Lisa

Trotzdem ist das persönliche Kennenlernen extrem förderlich. Ich erwähnte weiter oben bereits das Quartalsmeeting, das am Ende jeden Quartals stattfindet und bei dem ich das Team zum ersten Mal persönlich traf. Da für mich zu dieser Zeit alles so

neu war und ich ANTON erst einmal kennen lernen musste, blieb zum richtigen Kennenlernen der einzelnen Mitarbeiter recht wenig Zeit. Doch die paar Stunden halfen mir bereits jeden einzuschätzen, um gut miteinander arbeiten zu können. Und nach 3 Monaten stand das nächste Quartalsmeeting bereits wieder auf der Agenda, bei dem ich einen halben Tag mit dabei war. Nach einem gemeinsamen Mittagessen sprachen wir über die Ziele für das nächste Quartal, um anschließend in kleineren Gruppen noch zusammen zu arbeiten. Der Fokus des Tages lag hauptsächlich auf gemeinsamer Arbeit, Spaß und Kennenlernen.

Auch wenn es den Anschein hat, wir hätten in der Zeit nichts getan. Langfristig betrachtet war es wertvolle Zeit, denn sie schweißt aneinander und stärkt den Zusammenhalt. Für mich war diese Zeit immens wertvoll, gerade weil ich doch noch neu war. Jeder ist anders, und das ist gut so, doch jeder Mensch muss anders angesprochen werden und das findest Du am besten durch den persönlichen Kontakt heraus.

Im Nachhinein kann ich sagen, genauso anders wie der Arbeitsvertrag war auch der erste Tag und die Wochen danach bei der ewert GmbH. Die eigens aufgestellten Ansätze von New Work werden hier zu 100% gelebt. Da gibt es wöchentliche Meetings per Telefonkonferenz und Bildschirmteilung, aber auch täglich anfallende gemeinsame Arbeitsprozesse. Jeder sitzt bei sich zuhause und doch herrscht eine gewisse Verbindung. Und die Präambel im Arbeitsvertrag, wird sie erfüllt? JA! Alle im Unternehmen leben diese Kultur und unterstützen sich gegenseitig, um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden. Nach 3 Monaten kann ich jetzt ruhigen Gewissens an meine Arbeit gehen und stolz sagen, meine Intuition hat mich zum richtigen Unternehmen geführt.

Lisa Hoffmann

 

 

 

 

 

Was Du brauchst, um im Homeoffice glücklich zu werden:

  • Selbstdisziplin
  • Wille
  • Verantwortungsgefühl
  • Ehrgeiz
  • eigene Ziele (die mit den Zielen Deines Arbeitgebers übereinstimmen)

 

Was ein Unternehmen bieten muss, damit die Mitarbeiter im Homeoffice glücklich werden:

  • Kommunikationsmöglichkeit (zeit- und ortsunabhängig)  Slack
  • ein System für alle Unternehmensbereiche, in dem alle arbeiten können  ANTON
  • Quartalsmeetings  Kennenlernen, gemeinsame Zeit, Austausch
  • Mentor/Ansprechpartner/Coach

 

Das ist für Euch: Sven, Valentin, Anton und Friedemann

  • Danke, dass Ihr mir von Beginn an Euer Vertrauen geschenkt habt
  • Danke, dass Ihr mich jeden Tag aufs Neue unterstützt, trotz meiner Macken und Eigenarten
  • Danke, dass Ihr mir die Möglichkeit gibt, zu wachsen
  • Danke, dass ich Teil Eures Teams sein darf!

 

 

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